Time after time

Zeit nach Zeit (Schöppingen)  

In den Jahren 1963 – 1987 (1988) war Schöppingen Standort eines NATO-Bataillons und dazugehöriger Raketenabschussanlage. Im Zuge eines europäischen „Abwehrgürtels“ gegen vermeintliche Bedrohung durch die Sowjetunion wurden Atomraketen auf dem Schöppinger Berg stationiert, die im Falle einer Eskalation, gen Osten abgefeuert werden sollten. 30 Jahre später mache ich eine Fahrradtour und betrachte die ehemaligen Abschussanlagen. Was ist übriggeblieben aus dieser angespannten Zeit? Nicht viel: Gras und Buschwerk überwuchern die ehemaligen Bunkeranlagen, Traktoren ziehen ihre Kreise auf den anliegenden Feldern. Natur, Ackerland. Wenige Tage später entdecke ich in Ahaus die Bronze – Skulptur „Der Mahner“ (1967) der Bildhauerin Hilde Schürk – Frisch, die als Aufruf zum Frieden und des Innehaltens verstanden werden kann. So dient diese Bronze auch der örtlichen Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus e.V.“ als Ort des Protests und des Widerstands. Das Transportbehälterlager Ahaus ist ein Zwischenlager für stark und schwach strahlenden, radioaktiven Abfall und erlangte in den neunziger Jahren unrühmliche Bekanntheit, durch Protest, seitens der Anti-AKW Bewegung und den damit verbundenen Auseinandersetzungen. Die Genehmigung zur Zwischenlagerung von radioaktiven Müll gilt vorerst bis 2020. Verlängerungsanträge wurden bereits gestellt und werden aktuell geprüft. Am 27. April 2018 höre ich im Radio, dass es an der koreanischen Demarkationslinie zum Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsident, Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gekommen ist. Bei diesem historischen Treffen werden neben einer beiderseitigen Befriedung, auch erste mögliche Schritte zur nuklearen Abrüstung, seitens Nordkoreas verhandelt.

In the years 1963 – 1987 (1988) Schöppingen was the site of a NATO battalion and its corresponding rocket launcher. As part of a European „defense belt“ against the alleged threat of the Soviet Union, nuclear missiles were stationed on Schöppinger Berg and to be fired eastward in the case of an escalation. 30 years later I set off on a bike ride to view the former launchers. What remains from these tense times? Not much: The former bunker facilities are overgrown with grass and shrubs, tractors circle in the adjacent fields. Nature, farmland. A few days later, in Ahaus, I discover the bronze sculpture „Der Mahner“ (“The Admonisher) (1967) by the sculptor Hilde Schürk–Frisch, which can be interpreted as a call for peace and consideration. Thus, this sculpture also serves the local citizens‘ initiative „Kein Atommüll in Ahaus e.V.“ (“No Nuclear Waste in Ahaus e.V.”), as a place of protest and resistance. The Ahaus container storage facility is a temporary storage facility for high-level and low-level radioactive waste, and gained notoriety in the 1990s from the protests led by the anti-nuclear movement and the associated conflicts. For now, the permit for the temporary storage of radioactive waste is valid until 2020. Applications for an extension have already been submitted and are currently being assessed. On April 27, 2018, I hear on the radio that a summit between South Korean President Moon Jae In and North Korea Ruler Kim Jong Un has taken place on the Korean demarcation line.  At this historic meeting, North Korea’s first possible steps towards nuclear disarmament are negotiated in addition to mutual peace.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

links:

http://www.df0mu.de/historie.html

https://www.muensterland-tourismus.de/733743/radfahren-schoeppingen

https://bunker-nrw.de/php/viewtopic.php?f=10&t=1834

http://www.bi-ahaus.de/